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Freitag, 12. Juli 2013

Werkstattbilder: Pflanzenfärben

In den letzten Wochen sind einige vorgesponnene Stränge in den Färbetopf gewandert.


Oben dunkelgrün ist Blutpflaume 1. Zug, links rum 2. und 3. und die hellste Wolle 4. Zug.
Rechts orange ist Zwiebelschale 1. Zug, links das sonnige gelb 2. Zug.
Unter dem orange ist Perückenstrauch, auch ein rotes Laub. Vermutlich zuwenig Pflanzenmasse hat ein maisgelb hervorgebracht. Auch schön!
Unten ist die Kaltfärbung mit Walnusskätzchen.
Darüber die beiden Grüntöne sind Bluthasel 1. Zug. Links Kammzug Hermann, rechts Eiderwolle. Da kann man schön sehen, wie verschieden intensiv die Fasern die Farbe angenommen haben.

Ganz schwierig zu fotografieren, andere Lichtverhältnisse lassen die Wolle gleich anders aussehen. Und weil ich mich zwischen den Bildern nicht entscheiden konnte, gibt es das Motiv in der gleichen Perspektive jetzt an drei Orten zu sehen :-).
 



Ein zweiter Zug Bluthasel trocknet gerade, es ist ein rötliches Beige geworden. Ich schätze, dass in diesem Färbegang die Rinde erst Farbe abgegeben hat.



Aber jetzt die Werkstattbilder zur Bluthaselfärbung:
Die vorgebeizte Wolle aus der Kaltbeize nehmen ...


Jüngst ist mir dieser kleine Geilomat zugelaufen, eine alte Wäscheschleuder - damit schleudere ich die Wolle und fange die überschüssige Kaltbeize gleich wieder auf und kippe sie zurück in´s Beizbad. 

Dieses Schätzchen liebe ich auch, vor zwei Jahren zugewandert. Das Thermostat ist genial, und es passt ordentlich was in den Topf. Zum Beispiel jede Menge Bluthasel :-).

 

 Ein gutes Wäschenetz ist für mich unverzichtbar. Dieses hat einen Reißverschluss und ist aus Kunstfaser. Natürlich sieht ein Netz nach zwei Färbungen schon richtig suddelig aus, aber das schadet den nächsten Färbungen nicht. Anfangs habe ich mal ohne gefärbt und mich ziemlich über Pflanzenteile in der Wolle geärgert.


Immer mal etwas umrühren und wenden. Meine Färbungen erhitze ich meistens auf ca 70°, eine bis zwei Stunden lang. Dann ausstellen, etwas abkühlen lassen, die Wolle entnehmen und abtropfen lassen.
Wenn sie handwarm ist spüle ich sie aus. Einmal klares Wasser, einmal weichen in Wollwaschmittel, dann so oft spülen, bis das Wasser klar bleibt. Hier tropft sie noch :-).
 

Und nun muss ich bald wieder spinnen, weil meine Vorräte bis auf einen fertigen Strang geschrumpft sind.


Lieben Gruß, Marion





Montag, 8. Juli 2013

"Watch me"

... , so habe ich meine neuesten Kreationen genannt.
Die Gemeinde Lienen bewirbt sich um die Auszeichnung "Entante florale" und hat sich in diesem Zusammenhang sehr interessiert gezeigt an weiteren Beiträgen zum Urban knitting. Nachdem die ersten Strickaktionen sehr viel positives Echo bei Besuchern und in den Medien ausgelöst haben wurden wir um mehr Beiträge mit diesem kreativ-freakig-fröhlichen Flair gebeten. Aber gerne doch - die Gemeinde positioniert sich damit öffentlich für die Interessen des Naturschutzes!
Installiert sind unsere Werke wieder rund um den Dorfteich und den Barfußpark.
Drei Watch me´s sind fertig und hängen. Jede ist zwischen 80cm und 100cm
im Durchmesser und natürlich komplett aus handgesponnener WaWo.

Watch me 1

  


Wath me 2

Watch me 3

 

 





 Ich bin selber erstaunt, wieviele Bildhintergründe ich mit dieser ganz ähnlichen Perspektive einfangen konnte.
Hier sieht man, wie sich zwei watch me´s in die dörfliche Kulisse einfügen.






Lieben Gruß und eine schöne Woche für euch!