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Montag, 17. September 2012

Ganz viel Freude

... habe ich an euren Kommentaren :-)!

Das Lob tut gut, der Zuspruch zur Sache, um die es geht, und auch das Anerkennen eines gewissen Kunstanspruchs. Sowohl die kunsthandwerkliche Seite, aber auch den künstlerischen Weg, etwas bewusst zu machen und Gedanken anzustossen.  Ich bin mal gespannt, wie sich das weiterentwickelt. Auf jeden Fall kann ich sagen, das die Menschen durchweg sehr positiv berührt sind, die den Baum vor Ort entdecken.
Ganz viele haben sponatan den Drang, einmal anzufassen und über die Wolle zu streicheln. Schön für den Baum, oder :-)? Für die Leute in jedem Falle.

Wir haben ein Medienecho: http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Steinfurt/Lienen/Bunte-Kunstwerke-Stricken-fuer-den-Umweltschutz


Es gibt noch mehr, einen Radiobeitrag bei RST, aber ich fürchte, ich krieg das hier nicht hochgeladen.

Ich denke ich werde jetzt noch einen herbstwaldig gefärbten Schwarzkopf-Kammzug anspinnen, der wandert dann auch in das nächste Materialbüffet, what shall´s, ich habe eh zu viel Wolle :-))!


Auf dem Bild hängt er mir schon um den Hals, aber ich bin nicht zum Spinnen gekommen am Weltspinntag.
Hier füge ich Teile zusammen, die bei unserem ersten öffentlichen Stricken entstanden sind.

Zwei witzige Bilder habe ich noch, wir hatten Unterstützung von zwei Mitgliedern der Maschengilde Osnabrück, eine Dame hat sich mit Elan über handgesponnenes Effektgarn hergemacht und in kürzester Zeit dieses ulkige "Teil" produziert!

Falls sich noch jemand für die "unwolligen"Aspekte unserer Arbeit in der Bürgerinitiative und unser Naturschutzanliegen interessiert, ihr seid herzlich eingeladen, die homepage zu besuchen: http://www.pro-teuto.de/

Samstag, 15. September 2012

Mein Baum

... ist fertig, und ich bin total happy.
Es ist gelungen, der Mantel passt. Ein Marathon von drei Wochen liegt hinter mir, dabei so manche Nachtschicht und Ribbelstunden, aber es hat sich gelohnt.

Ich habe mein Werk "Eyecatcher/Blickfang" genannt. Ich nehme euch jetzt einmal mit um den Stamm, dann werdet ihr´s verstehen :-). Es ist eine große Trauerweide am Dorfteich in Lienen, durch das herabhängende Laub gar nicht so einfach zu fotografieren.








Auf dem letzten Bild ist die Schlußnaht, ich bin echt stolz auf mich, dass sie so harmonisch verläuft. Eigentlich nicht zu finden :-).

Hier nochmal Details vom Stamm, ich brauche unbedingt eine bessere Kamera als meine kleine Knipse.


 Auf dem ersten Detailbild oben rechts ist es schon zu erkennen, es gibt noch eine Gestaltung eine Etage höher im Baum.


Das Anbringen war eine echt sportliche Aktion, zwei Leute haben die Leiter gesichert, während ich im strömenden Regen da oben meine Installation angebracht habe.
Bei der Gestaltung wollte ich gerne das "baumige" aufgreifen, die Jahresringe unten am Stamm mit Holzperlen, das borkige der Rinde, die Blattform, die Kronenform und das noch oben lichter und filigraner werdene  Laub. Zugleich soll der Baum kommunizieren, er schaut an und er ist im Wind zu hören.

Unbedingt zeigen möchte ich euch auch die anderen zwei Schutzmäntel, die schon installiert sind.
Der erste ist von der Handweberin, eine gewbte Decke wurde gefärbt, gefilzt, und in Kombination mit Birkenrinde verarbeitet.

 Diese herrlich verrückte Häkelei ist von der Textilkünstlerin Lisa Hilburg:




Das gemeinsame Gestalten heute war auch klasse, aber ich habe Hemmungen, einfach so Bilder hier zu veröffentlichen. Manche Teilnehmerinnen hatten schon Jahre keine Nadel mehr in der Hand und haben es sehr genossen, es gab Strick- und Häkelkurs inklusive :-). Sehr nette neue Kontakte in die Handarbeitswelt hier rundherum sind auch entstanden, das wird ein Selbstläufer mit viel Spaß!
Denn es war erst der Auftakt, es wird noch öfter stattfinden und ich bin sicher, dass die Runde noch wächst. Bei schlechtem Wetter dürfen wir in der Kirche stricken, das hat dann ja bestimmt nochmal ein eigenes Flair.
Stimmungsmäßig errinert das hier gerade an ein ziemlich bekanntes kleines gallisches Dorf, wir werden weiter asterixen und obelixen.

Außerdem war die Lokalpresse da und eine Moderatorin von Radio RST, es wird uns auf schönem Wege gelingen, unser Anliegen in die Welt zu tragen.

Ein kleines Stimmungsbild noch, zum Abschluß:

Sonntag, 9. September 2012

Zwischenstand Projekt

Seit 2 Wochen laufen bei mir die Nadeln heiß, weil sich sehr kurzfristig die Teilnahme an einem Kunstprojekt im öffentlichen Raum ergeben hat. Der Titel lautet "Faser um Faser", initiiert ist der Wettbewerb von Silke Bosbach.
Durch die Zusammenarbeit in einer Bürgerinitiative bin ich in Kontakt gekommen mit einer Textilkünstlerin und einer Handweberin, gemeinsam setzen wir uns ein für den Erhalt des Teutoburgerwaldes in unserem Rücken, da die hiesige Zementindustrie Abgrabungsrechte für große Flächen des FFH-Gebietes (höchster Schuztstatus nach EU-Recht) beantragt hat. Für weitere 30 Jahre will die Industrie sich zusätzliche 54 Hektar sichern, das ist sozusagen die Natur vor unserer Haustür.

Wir gestalten nun symbolische Schutzmäntel für Bäume und wollen damit auch überregional Aufmerksamkeit erregen.
Und soweit bin ich in den letzten 14 Tagen gekommen, ich bin bei ungefähr 2,50m, bis auf  3,60m möchte ich noch kommen.



Am kommenden Freitag werden unsere ersten drei Objekte platziert (bibber, hoffentlich werde ich fertig), am darauf folgenden Samstag ist öffentliches yarnbombing, guerilla knitting oder auch urban knitting angesagt.
Vielleicht liest es ja jemand aus der Gegend, oder irgendeine verrückte Wollnudel hat Zeit und Lust zu kommen am Samstag. Ich bin recht sicher, dass wir eine Menge Spaß haben werden, ich bin auch kräftig am Wolllager räumen und stelle ein Materialbüffet zusammen.

Bis denne, gut strick, Marion

Freitag, 7. September 2012

Bentheimer Landschaf

... habe ich versponnen, nur mal so einen Strang zur Probe. Einen ganzen Sack habe ich davon gewaschen im Sommer. Die Fasern sind sehr lang, recht glatt und eher hart. Ein klein wenig glänzen tun sie auch. Ich habe es zart und mit wenig Drall ausgesponnen, in der Hoffnung, ein klein wenig Weichheit hineinzuzaubern.
Das hat zwar nicht geklappt (wäre ja auch Zauberei gewesen), aber mir gefällt das Ergebnis trotzdem.
Dass Spinnen der langen Fasern war ein Genuss.